smac Chemnitz

Jette Rüdiger • 8. September 2026
Das Museum smac Chemnitz von Außen mit fahrender Straßenbahn davor

smac Chemnitz
300.000 Jahre unter einem Dach

Manche Museen erzählen eine Geschichte. Das smac erzählt gleich mehrere.

Da ist die Geschichte Sachsens, die vor rund 300.000 Jahren beginnt. Die Geschichte eines Kaufhauses, das die Chemnitzer Innenstadt geprägt hat. Und die Geschichte zweier Männer, deren Namen eng mit diesem Gebäude verbunden sind: Salman Schocken und Erich Mendelsohn.

Schon deshalb lohnt sich im smac nicht nur der Blick in die Vitrinen. Auch das Haus selbst gehört zur Ausstellung.

Eine Reise durch die Geschichte Sachsens

Auf drei Etagen und rund 3.000 Quadratmetern führt die Dauerausstellung von den ersten Jägern und Sammlern bis zur frühen Industrialisierung.

Rund 6.200 Exponate zeigen, wie Menschen in unterschiedlichen Zeiten lebten, arbeiteten und ihre Umgebung veränderten. Der Rundgang beginnt in der Altsteinzeit, führt über die Entstehung von Ackerbau und Viehzucht bis zu mittelalterlichen Städten und frühen Formen industrieller Arbeit.

Dabei bleibt es nicht bei einzelnen Fundstücken. Licht, Klänge und Inszenierungen machen die unterschiedlichen Epochen im Raum erfahrbar.

Zu den auffälligsten Elementen gehört eine schwebende Sachsenskulptur. Auf ihrem Weg durch die drei Ausstellungsetagen verändert sie sich und durchläuft die Jahrtausende im Zeitraffer. Zwischen den Ebenen führt der Rundgang außerdem an einem 15 Meter hohen Schnitt durch geologische und archäologische Erdschichten vorbei.

So entsteht ein Blick in die Tiefe, ohne dass man dafür selbst graben muss.

2 Kinder knien vor einer großen Vitrine mit Exponaten im smac.

Vom Kaufhaus zum Archäologiemuseum

Das smac befindet sich im ehemaligen Kaufhaus Schocken am Stefan-Heym-Platz.

Der denkmalgeschützte Bau wurde nach Plänen des Architekten Erich Mendelsohn errichtet und am 15. Mai 1930 eröffnet. Horizontale Fensterbänder, die geschwungene Fassade und ein Grundriss, der an ein Tortenstück erinnert, prägen das Gebäude bis heute.

Die Schocken KG betrieb von Zwickau aus eine der erfolgreichen Warenhausketten ihrer Zeit. Ende 1938 wurde das Unternehmen durch die Nationalsozialisten enteignet.

Später wurde das Gebäude unter verschiedenen Namen weiter als Kaufhaus genutzt: zunächst als Merkur-Verkaufsstätte, danach als HOWA, Centrum Warenhaus und schließlich bis 2001 als Kaufhof.

Nach der Sanierung von 2010 bis 2014 begann ein neues Kapitel. Genau 84 Jahre nach der Eröffnung des Kaufhauses wurde das Gebäude am 15. Mai 2014 zum Sitz des Staatlichen Museums für Archäologie Chemnitz.

Die Geschichte des Hauses bleibt sichtbar

2 Erwachsene schauen sich die Erkerausstellung im smac an.

Auf jeder Ausstellungsebene widmet sich ein eigener Bereich der Geschichte des ehemaligen Kaufhauses.

Die sogenannten Erkerausstellungen erzählen von Erich Mendelsohn, dem Schocken-Konzern und Salman Schocken. Damit bleibt die deutsch-jüdische Geschichte des Gebäudes ein sichtbarer Teil des Museums.

Seit 2026 ergänzt ein taktiler Rundgang dieses Angebot. Ausgewählte Architekturmodelle, Reliefs und weitere Tastobjekte machen die Ausstellung auch für blinde und sehbehinderte Menschen zugänglicher. Ein Bodenleitsystem und speziell eingerichtete Audioguides unterstützen die Orientierung.

Für die archäologische Dauerausstellung stehen Audioguides auf Deutsch, Englisch und Tschechisch sowie in Leichter Sprache und Deutscher Gebärdensprache zur Verfügung.

Für wen sich das smac lohnt

Das smac passt zu Menschen, die Geschichte gern anschaulich und im Zusammenhang erleben.

Familien finden viele Stationen, an denen Kinder nicht nur lesen, sondern beobachten und entdecken können. Geschichtsinteressierte erhalten einen Überblick über die Entwicklung Sachsens. Architekturfans begegnen einem bedeutenden Bau Erich Mendelsohns. Wer mehr über jüdisches Leben und Unternehmertum in Chemnitz erfahren möchte, findet in den Erkerausstellungen eine eigene Perspektive auf das Haus.

Das Museum liegt zentral am Stefan-Heym-Platz 1. Es ist derzeit dienstags, mittwochs und freitags von 9 bis 17 Uhr, donnerstags bis 20 Uhr sowie samstags und sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Montags bleibt es geschlossen.

Vom c/o56 Chemnitz führt der Weg vom grünen Schloßberg in die Innenstadt. Wer in unserem Hotel in Chemnitz übernachtet, kann den Museumsbesuch gut mit einem Rundgang durch das Zentrum verbinden.

Menschenleerer Raum mit beleuchteter Vitrinenwand und Exponaten im smac.

Unsere Idee für Chemnitz

Unsere Idee ist ein „Archäologisches Stadtfenster“, das ausgewählte Fundgeschichten aus Chemnitz vorübergehend an ihre ursprünglichen Orte zurückbringt.

Das ist ein eigener Zukunftsimpuls und kein bestehendes oder beschlossenes Projekt.

In Schaufenstern, öffentlichen Gebäuden oder beteiligten Hotels könnten Reproduktionen und kurze Geschichten auf archäologische Funde aus dem jeweiligen Umfeld aufmerksam machen. Ein QR-Code würde zu vertiefenden Informationen des smac und schließlich ins Museum führen.

So könnte Archäologie dort beginnen, wo Menschen ohnehin unterwegs sind. Nicht als zusätzliche Ausstellung mit großen Aufbauten, sondern als leise Spur durch die Stadt.

Denn unter den Straßen, Häusern und Plätzen von heute liegen viele frühere Kapitel von Chemnitz. Ein Stadtfenster könnte einige davon wieder sichtbar machen und zugleich neugierig auf das Original im smac machen.

Adresse:

smac (Staatliches Museum für Archäologie Chemnitz)

Stefan-Heym-Platz 1

09111 Chemnitz

www.smac.sachsen.de

Eine Frau führt eine Gruppe von Besuchern durch die Ausstellung des smac.
Tanzende Paare der Tanzschule Emmerlin im Konferenzbereich des c/o56 Chemnitz
von Jette Rüdiger • 23. September 2026
Frühstück trifft Tanzfläche: Die Tanzschule Emmerling war zu Gast im c/o56 Chemnitz. Ein Tag, der zeigt, wie vielseitig Veranstaltungen bei uns sein können.
von Jette Rüdiger • 23. September 2026
August Horch Museum Zwickau: Viel mehr als alte Autos
Menschen, die beim 2. Tourismustag sitzen, auf ihren Stühlen  hängen bunte Beutel
von Jette Rüdiger • 23. September 2026
Beim 2. Tourismustag der CHEMNITZ. ZWICKAU. REGION. wurde das c/o56 Chemnitz für seine GreenSign-Zertifizierung ausgezeichnet.
Menschen in einem Park in der Nähe eines Spielplatzes, im Vordergrund sind Bäume und Gras zu sehen.
von Jette Rüdiger • 14. September 2026
Wer kennt Alvin? In Chemnitz steht der größte Räuchermann der Welt. Ein Geheimtipp mit Pelzmühle, Spielplatz, Tretbooten und Tierpark für Familien.
Webseitenausschnitt der Hotelweseite vom c/o56 Chemnitz.
von Jette Rüdiger • 10. September 2026
Die Website des c/o56 Chemnitz wurde bei den WebAwards 2026 mit dem „Standard of Excellence“ ausgezeichnet. Ein schöner Erfolg für unseren digitalen Auftritt.
Voozaa Station mit beleuchteten Powerbank-STation
von Jette Rüdiger • 8. September 2026
Akku leer? Im c/o56 Chemnitz stehen zwei voozaa Stationen bereit. Powerbank unkompliziert ausleihen, mobil bleiben und später wieder zurückgeben.
Vom Hotel c/o56 Chemnitz zum Kosmos Festival
von Jana Kaminski • 4. September 2026
Wann ist das KOSMOS Festival 2027? Was gibt es dort zu sehen, und wo übernachten? Alles zum kostenlosen Kunst- und Kulturfestival in Chemnitz.
Entlang eines Gehwegs standen geparkte Fahrräder in einer Reihe, deren rote Rücklichter und Körbe zu
von Jette Rüdiger • 2. September 2026
Radfahren in Chemnitz: 5 Ideen vom Schlossteich bis zum Chemnitztalradweg. Mit Radtoureninfos an der Rezeption des c/o56 Chemnitz.
Alle ausgezeichneten “Gästeliebing 2026
von Jette Rüdiger • 1. September 2026
Wir sind Gästeliebling 2026! Das c/o56 Chemnitz wurde von echten Gästen ausgezeichnet – für Service, Gastfreundschaft und ein Haus zum Ankommen.
Menschen unterhalten sich in bei dem Next Level Media Event der Freien Presse.
von Jette Rüdiger • 27. August 2026
Das c/o56 Chemnitz war beim Next Level Media Event dabei. Im Fokus standen digitale Kommunikation, Networking und neue Impulse für die Hotelkommunikation.
Show More